Wie sieht Arbeiten in der Zukunft aus?

Die traditionelle Arbeitsumgebung, wie wir sie bisher kannten, verändert sich stark. Dies ist auf die großen Wandlungsprozesse unserer Zeit zurückzuführen. Vielmals wird von Arbeit 4.0 gesprochen. Die Digitalisierung entgrenzt die Arbeit zeitlich und räumlich. Arbeiten ist immer und von überall aus möglich.

Wir sind nicht mehr an einen festen Arbeitsplatz gebunden. Für die meisten Tätigkeiten ist die persönliche Anwesenheit im Unternehmen nicht mehr zwingend nötig. So lassen sich Dokumente auf allen möglichen Geräten, zu jeder Tageszeit und an jedem beliebigen Ort bearbeiten. Meetings und Konferenzen finden dezentral mit Hilfe digitaler Kommunikationtechnologien statt.

Auch die Bedürfnisse und Ansprüche der künftigen Generationen an ihren Arbeitsplatz verändern sich. Welche Ansprüche die künftigen Generationen stellen, könnt ihr hier nachlesen. Um als Unternehmen attraktiv zu bleiben, müssen also Wünsche und Bedürfnisse der Mitarbeiter gehört und entsprechende Arbeitsbedingungen geschaffen werden.

Bedingt durch den demographischen Wandel verlassen schon heute mehr Fachkräfte den Arbeitsmarkt in den Ruhestand als junge Menschen nachrücken. Der Bewerbungsprozess kehrt sich in vielen Fällen um. Wo sich früher das Unternehmen den besten Bewerber ausgesucht hat, suchen sich heute die Fachkräfte den besten Arbeitgeber aus.

Aber was muss der ideale Arbeitsplatz bieten? Und wie profitieren die Mitarbeiter davon?

Der moderne Arbeitsplatz

Zufriedene Mitarbeiter, die sich mit ihrem Arbeitgeber identifizieren, arbeiten motivierter, produktiver und kreativer. Unternehmerisches Ziel sollte es deshalb sein, das Umfeld ihrer Mitarbeiter leistungsfördernder und gleichzeitig familiärer zu schaffen. Dazu wollen wir euch zwei Ansatzpunkte näher vorstellen.

Zum einen wird die Neuausrichtung in der Gestaltung des unmittelbaren Arbeitsumfeldes deutlich, d.h. in den Büro- und Unternehmensräumen. Es entstehen Ruhe- und Kommunikationsräume, die von jedem Mitarbeiter spontan genutzt werden können. Sie fördern die Kreativität und Inspiration und bieten Raum zur Begegnung und zum Wissensaustausch. Als Kontrast dazu bieten Stillarbeitsräume Platz für konzentriertes Arbeiten. Offene Gemeinschaftsbereiche mit Sitzgelegenheiten können zum informellen Zusammensitzen genutzt werden. Dadurch stärken sich interne Unternehmensnetzwerke.

Daneben befindet sich auch die Arbeitsgestaltung an sich im Wandel. Neue Arbeitsmodelle wie die Arbeit im Home Office entstehen. Dies ermöglicht den Mitarbeitern eine freiere Arbeitseinteilung. Es setzt zwar viel Vertrauen in den Mitarbeiter voraus, führt jedoch oftmals zu steigender Produktivität.

Ein einfaches Beispiel: Menschen haben unterschiedliche Biorhythmen mit Hoch- und Tiefphasen. So gibt es den Morgenmuffel, den Morgenmenschen und die Nachteulen. Wenn individuelle Leistungsphasen intensiv genutzt werden können, stellen sich positive Ergebnisse ein.

Die dem Mitarbeiter entgegengebrachte Wertschätzung steigert sein Selbstvertrauen und seine Motivation. Wer nicht zur Anwesenheit gezwungen ist, kann seine Work-Life-Balance besser aufbauen. So können zum Beispiel auch tagsüber private Termine wahrgenommen werden. Eine bessere Work-Life-Balance kann Stress reduzieren.

Allerdings: neue Freiheiten bergen neue Herausforderungen. Mitarbeiter müssen lernen, eine selbstständige Einteilung von Arbeit und Freizeit vorzunehmen und beides klar voneinander abzugrenzen. Methoden zum Umgang mit diesen neuen Herausforderungen zu vermitteln fällt unter Personalentwicklung. Mehr dazu erfahrt ihr nächsten Montag in unserem Blogbeitrag zum Thema „Stress und Selbstorganisation“.

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