RYC!-Sommer Spezial: unsere Trainer Vol. 1 – Nora Ast

Mit viel Professionalität: Nora Ast

Nora Ast aus Lüneburg ist der Leuchtturm in unserer Runde. Ihr analytischer Blick und ihre ruhige Art verhelfen der ausgebildeten Wirtschaftspsychologin und selbständigen Beraterin zu Klarheit und Überblick in ihren Trainings.  

Welcher Moment als RYC!-Trainerin ist dein persönlicher „Golden Moment“?

In einem meiner Trainings war ein Mentor unzufrieden darüber, dass die Beziehung zu seinem Mentee so unkompliziert war und der Mentee keine gravierenden Probleme hatte, deren Unterstützung es bedurfte. Der Mentor hatte sich vorgestellt, dass er im Mentoring-Prozess mehr gefordert werden würde. Ich fragte ihn daraufhin wer denn definiere, ob der Prozess erfolgreich sei? Er antwortete: „mein Mentee“. Daraufhin fragte ich ihn: „und wenn ich deinen Mentee jetzt fragen würde, wie er das Ganze mit dir hier so findet, was würde er sagen?“ Der Mentor bemerkte: „dass das hier ganz klasse ist!“, woraufhin ich die Frage stellte: „und wie kommst du jetzt darauf, dass der Prozess nicht gut läuft?“. Erwartungen an sich und andere ist in Mentoring-Beziehungen immer wieder ein Schlüsselthema, das eine wunderbare Gelegenheit zur Reflexion und persönlichen Entwicklung bietet. Es bereitet mir große Freude, Menschen durch das nichtalltägliche Miteinander der Mentoring-Beziehung unterschiedliche Perspektiven aufzeigen zu können,  die es ihnen ermöglichen, persönlich zu wachsen.

Was ist dir in deiner Tätigkeit als Trainerin besonders wichtig?

Mir ist es als Trainerin besonders wichtig Lernmomente zu schaffen, in denen meine Teilnehmer Dinge erleben und spüren können. Dadurch entstehen bei ihnen starke Bilder zu einer Lernsituation, die sie auch noch nach dem Training in ihrem Alltag begleiten. So versuche ich weniger Dinge kognitiv erarbeiten zu lassen, sondern mehr Übungen zu schaffen, in denen man sich in Situationen einfinden und hineinversetzen muss. Mentoring-Beziehungen bieten dafür sehr viele Anknüpfungspunkte, da sie durch das Zusammentreffen von Personen, die häufig sehr unterschiedlich sind, Personen stark in ihrer (gedanklichen) Flexibilität fordern. 

Wie gelingt es dir, Menschen zu neuen Perspektiven zu verhelfen?

Ich erarbeite mit Menschen die Möglichkeit und Fähigkeit, sich in die Position anderer Personen hineinzuversetzen. Dafür führe ich besonders gerne den persönlichen Bezugsrahmen durch, mit Hilfe dessen wir alle Informationen filtern. Eine meiner Lieblingsübungen heißt hier „Perspektivwechsel“. Dabei müssen die Teilnehmer die Rolle einer Person einnehmen, mit der sie im (Arbeits-)Alltag Schwierigkeiten haben und dann Fragen zu sich selbst und ihren Bedürfnissen aus dieser Rolle heraus beantworten. Diese Übung bringt häufig neue Sichtweisen, Erkenntnisse und ein Überdenken der aktuellen Situation.

Welche Aufgabe bereitet dir am Trainer-Dasein am meisten Freude?

Da ich ein sehr neugieriger Mensch bin, macht es mir Spaß, mich immer wieder auf neue Teilnehmer einzustellen, etwas über ihr Lebens- und Arbeitsumfeld zu erfahren und zu verstehen, wie ich sie mit meiner Arbeit unterstützen kann.

Potentialentfaltung spielt in unser aller Leben eine große Rolle. Wann konntest du dich das letzte Mal beim Wachsen beobachten?

Ich bin seit zwei Jahren selbstständig und muss hier nun als mein eigener „Chef“ immer wieder schauen, mich selbst zu fordern und mich dazu zu bringen, meine Komfortzone zu verlassen, um in ungemütlichen Zonen hineinzuwachsen. Das war ein ziemlicher Lernmoment, als ich realisierte, dass es nun keinen Chef mehr gibt, der mich hin und wieder zwingt über Hürden zu springen. Die Eigenverantwortung muss ich jetzt komplett selbst aufbringen, wenn ich weiter wachsen möchte.

Weitere Informationen und das Trainerprofil von Nora Ast findet Ihr hier.

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