Welche Benefits kann man mit betrieblichem Mentoring erreichen?

Betriebliches Mentoring

Eine Mentoring-Beziehung kann für einen Mentee eine bereichernde Erfahrung sein. Denn sie ermöglicht ihm, Aspekte seiner Persönlichkeit zu reflektieren und dadurch positive Veränderungen zu bezwecken.

Die Besonderheit einer betrieblichen Mentoring-Beziehung besteht darin, dass auch Mentoren und Unternehmen in gewisser Weise davon profitieren. Es entsteht also eine Win-Win-Win Situation für Mentee, Mentor und Unternehmen (Schmid und Haasen, 2011, S. 20). In diesem Beitrag zeigen wir auf, welche Benefits man mit betrieblichem Mentoring erreichen kann.

Mentees entwickeln ihre Persönlichkeit und erkennen ihre Stärken

Junge Mitarbeiter profitieren als Mentees von der Erfahrung ihrer Mentoren. Durch einen gezielten Dialog verstehen sie die Handlungsmotive ihrer erfahrenen Kollegen besser und können so gegebenenfalls Verhaltensalternativen für schwierige Situationen entwickeln und dadurch ihre Problemlösungsfähigkeiten erweitern.

Wie das in der Praxis verläuft, könnt ihr hier nachlesen.

Außerdem wird den Mentees durch das betriebliche Mentoring auch der Zugang zu ihren individuellen Stärken und Potentialen erleichtert. Talente, die noch im Schatten lagen, werden gefördert. So werden sie im Berufsalltag integriert.

Mentoren verbessern ihre Soft-Skills und werden Kulturträger des Unternehmens

Sich in einen Menschen hineinzuversetzen und dessen Gefühle nachzuvollziehen, kann nicht durch reine Wissensvermittlung erlernt werden. (Liebhart und Stein, 2016, S. 132) Der enge und vertrauensvolle Austausch, der zwischen Mentor und Mentee während einer Mentoring-Beziehung stattfindet, fördert Soft-Skills wie Empathie und verbessert unternehmensinterne Netzwerke. Dies wiederum kann die Zusammenarbeit im Team erleichtern.

Außerdem empfinden Mentoren Wertschätzung in ihrer Rolle als erfahrene Ansprechpartner, Berater und Kulturträger des Unternehmens, weil das Unternehmen ihnen die Verantwortung übergibt, einen jüngeren oder unerfahreneren Mitarbeiter zu unterstützen.

Unternehmen bewahren wertvolles Wissen und vermitteln ihre Unternehmenskultur

Internes Wissen von Führungs- und Fachkräften kann durch Mentoring-Programme für junge Mitarbeiter zugänglich werden. Gerade bei informellem Wissen trägt betriebliches Mentoring durch den intensiven Austausch dazu bei, dass Mitarbeiter aktiv Wissensmanagement betreiben. So stellt das Unternehmen sicher, dass wertvolles und relevantes Wissen ehemaliger Führungs- und Fachkräfte erhalten und gefestigt wird.

Die unterschiedliche Sichtweise der Mentoren kann Mentees helfen einen besseren Überblick über Ziele der Organisation, organisatorische Zusammenhänge und die Unternehmenskultur zu erhalten. Die dadurch resultierende, schnellere Integration des neuen Mitarbeiters in das schon bestehende Team, ermöglicht von Anfang an eine effizientere Gestaltung des Arbeitsalltags. Auch ein Einblick in höhere Hierarchieebenen oder andere Fachabteilungen kann eine Bereicherung für die weitere Karriereplanung des Mentee im Unternehmen darstellen.

Quellen:

1)Bernd Schmid und Nele Haasen (2011): Einführung in das systemische Mentoring.

2)Ursula Liebhart und Daniela Stein (2016): Professionelles Mentoring in der betrieblichen Praxis.

3)Nele Haasen (2001): Mentoring- Persönliche Karriereförderung als Erfolgskonzept.

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